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Donnerstag, 7. März 2013

3100m über NN


Bonjour,
 
es war schönes Wetter angesagt – ENDLICH – und diesmal sollte es uns in die Schweizer Hochalpen ziehen. Zuerst ins Wallis nach Leukerbad - das grösste Schweizer Thermalbad auf 1402m am Ende eines tiefen Tales gelegen. Von Genf über Montreux hinein ins von hohen, eingeschneiten Bergkämmen eingerahmte Rhonetal.
Die Sonne kämpfte sich allmählich durch den Hochnebel und wir schlängelten uns mit unserem alten VW die Serpentinen Strasse nach Crans Montana hinauf. Da dies auf dem Weg liegt wollten wir den bekannten Yuppie Skiort nicht auslassen. Die Aussicht ist wirklich Atemberaubend, jedoch fanden wir, dass der Ort sehr touristisch und ganz schön verbaut ist. Nach einem leckeren, zart geschmolzenem, heimischen Rohmilchkäse folgten wir den vielen Windungen des Strässchens hinab zur Rhone um nach ein Paar Kilometern wieder bergauf in Richtung Ziel zu fahren.
Der Weg ist nichts für Fahranfänger und teils so schmal und ohne Befestigung, dass es einem ganz schwindelig wird. Die Schneefräsen haben uns den Weg bis in den letzten Winkel des Sack-Tals frei gefressen und bei moderaten Temperaturen und herrlichem Sonnenschein kommen wir an. Die fast senkrechten Wände um uns herum sind Eis überzogen und beeindruckend.
Wir erkundeten kurz den beschaulichen Ort um festzustellen, dass das Kur-(Volks)bad eher für Heilanwendungen ist und entschieden uns für das Burgerbad. Auf mehreren Ebenen in den Hang gebaut,gefiel uns das Freibad im Winter sehr gut. Überall plätschert es und man kann sich auf Wasserliegen, Sitzen oder in Whirlpools entspannen. Massagedüsen überall und plötzlich fängt es unter Einem zum 'Bubbeln' an. Angenehm warm ist das Wasser und die mit hartem Strahl die Nackenmuskulatur entspannenden Düsen gefallen uns. Trotzdem ist es immer wieder ein Schockgefrieren wenn man von einer Ebene in die nächste wechselt.
Nach 3 Stunden plantschen machten wir uns auf den Weg nach Eyholz in das gleichnamige Hotel/Restaurant ( http://www.hotel-restaurant-eyholz.ch/ ) und feierten meinen Geburtstag nochmals ausführlich. Ein leckeres Menü, ein Gläschen Rotwein und feinster Käse aus der Region erfreuten uns sehr. Eine echte Empfehlung!
Gut erholt und froher Erwartung ging es gleich Morgens nach einem kräftigen Frühstück los. Das Auto war komplett eingefroren und ab jetzt ging es nur noch bergauf. Mit jedem Höhenmeter kamen wir dem berühmtesten Fotomotiv der Schweiz näher. Die kurvige Strasse brachte uns nach Täsch. Ab hier geht es nur noch mit der Bahn in die Autofreie Zone Zermatts. Reichlich Schnee machte ein 'wildes' Parken unmöglich und so mussten wir ein Vermögen für einen Tagesparkplatz berappen. Sie nehmen allerdings lieber ganze Hände voll Franken als Rappen ….
Im schön gelegen Ort ist man vom Blick auf den Toblerone Berg gefesselt und muss ständig aufpassen nicht von einem Elektroauto überfahren zu werden. AUTOFREI?????? Eher nicht ….
Noble Einkaufsläden ohne Ende und Restaurants und Hotels zu Hauf – und doch charmant und richtig schweizerisch. Gefällt mir! Gut können wir uns vorstellen, in einer der schicken Pensionen auf dem Balkon in der Sonne zu sitzen, ein Buch in der Hand, die Seele baumeln lassen und beim aufschauen den gefährlich hohen 4000er vor Augen zu haben. Nach einem Besuch bei der SUPER Bäckerei Fuchs ( http://www.fuchs-zermatt.ch/ ) mit Bergführerbrot, Kirschwasser gefüllten Mini-Matterhörnern usw...sollte uns die Zahnradbahn auf den Gronergrat hinauf bringen.
Mit geschlossenen Augen tuckerten wir steil bergauf über die mir den Atem raubende fragile Brücke. Bald die Baumgrenze hinter uns lassend hinein in eine glitzernde Schneekristall Welt. Traumhafte Ausblicke ins Tal und hinüber zu den 4000ern.



Ja da gingen uns die Augen über. Auf 3100m über NN spuckte uns die mit Skifahrern gefüllte Tram aus und bei -3°C genossen wir die Sonne mit 20 Viertausendern in Sichtweite. Susanne juckte es in den Füssen und gerne wäre sie ins Tal auf diesen rutschigen Brettern gedüst.
Leider haben wir erst beim Runterfahren gecheckt, dass eine Station weiter unten ein Rodelverleih ist und eine perfekt präparierte Schlittenpiste zur nächsten Station führt. Schade! Aber das Wissen um die kurvige und lange Heimfahrt trieb uns doch gen Sonnenuntergang, immer bergab in Richtung Rhonemündung und der Genfer See begrüsste uns wieder mit beeindruckenden Ausblicken. Leichter Nebel über dem Wasser mit der röte des schwindenden Tages kombiniert. Was für ein Ausklang eines herrlichen Tages.

Au revoir

Monsieur Jack

1 Kommentar:

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